Russischer Feiertag

8. Juli: Tag der Familie, Liebe und Treue

Wie Fürst Peter und das Bauernmädchen Fevronia zum christlichen Vorbild wurden

 

Der „Tag der Familie, Liebe und Treue“ ist seit 2008 Feiertag in Russland. Er ist so etwas wie eine christlich-orthodoxe Alternative zum Valentinstag.

Die Idee kam in den 1990er-Jahren aus der alten russischen Stadt Murom, wo die orthodoxe Gemeinde die Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Peter und Fevronia wiederbelebt haben. Die literarische Geschichte der Liebe zwischen dem Fürsten Peter und der Bäuerin Fevronia gilt in der russischen Kirche als Beispiel der idealen Liebe zwischen Ehegatten.

Die Geschichte, die sich im 13. Jahrhundert zutrug, geht in etwa so: Peter erkrankte, das Bauernmädchen pflegte ihn, er gesundet und die beiden heirateten. Den Bojaren im Umkreis aber missfiel die nicht standesgemäße Gattin, aber der Fürst hielt zu ihr, weshalb sie vertrieben wurden. Bald aber bat die Stadt die beiden treuen Eheleute, wieder zurückzukehren. Alles vorbildlich. Sie starben am selben Tag, am 8. Juli 1228.

2008 sammelten die Bürger der Stadt Murom Unterschriften, damit dieser Feiertag als überregionaler etabliert wird. Die Regierung unterstützte die Initiative. Der „Tag der Familie, Liebe und Treue“ steht unter der Schirmherrschaft von Swetlana Medwedewa, Ehefrau des früheren Präsidenten Dmitri Medwedew. TF