Belarus

Wahlen, Demos, Lukaschenko

19. Dezember 2010: Schon vor zehn Jahren endeten Proteste in Belarus unter Polizeiknüppeln

Geschichte wiederholt sich doch: Demonstration vor dem Regierungssitz in Minsk

Präsidentschaftswahlen in Belarus. Ein nach offiziellen Angaben haushoher Sieg des autoritären Dauerpräsidenten Lukaschenko. Ein Zehntausende umfassender Protest gegen Wahlfälschungen und das Ergebnis der demokratischen Kriterien erkennbar nicht entsprechenden Wahl, der von Sondereinheiten brutal niedergeknüppelt wird. Hunderte Verletzte, Verhaftete. Aus den Gefängnissen Berichte von Gewaltanwendung und Missbrauch.

Das ist Belarus im Spätsommer und Herbst 2020?

Nein, das war auch der 19. Dezember 2010 in Minsk, als sich am Wahlabend eine gewaltige Menschenmenge von Demonstranten im Zentrum der Hauptstadt zusammenfand. Unter den Verprügelten und Verhafteten sind auch einige der Präsidentschaftskandidaten, wie Andrej Sannikow und Wladimir Nekljajew.

Vor zehn Jahren endete der große Protest jedoch in der Wahlnacht. Heute läuft er auch Monate nach dem Wahltag weiter und das Schicksal des westlichen Nachbarlands von Russland ist weiter ungewiss. AF