Anstieg der Ölpreise nach Rückgang der US-Rohöllagerbestände
LONDON: Am Donnerstag stiegen die Ölpreise, nachdem sie in der vorherigen Sitzung gefallen waren, angetrieben durch einen unerwartet starken Rückgang der US-Rohöllagerbestände und eine allgemeine Rallye auf den Risikoanlagenmärkten.
Die Futures für Brent-Rohöl lagen um 57 Cent oder 0,9% höher bei 64,08 Dollar pro Barrel um 1101 GMT, während die Futures für US-West Texas Intermediate-Rohöl um 51 Cent oder 0,9% auf 59,95 Dollar stiegen.
Beide Benchmarks erholten sich, nachdem sie in der vorherigen Sitzung etwa 2% verloren hatten. Berichte deuteten darauf hin, dass die USA ihre Bemühungen zur Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine verstärken und einen Rahmenplan dafür entworfen haben, was möglicherweise zur Freisetzung weiterer russischer Ölbarrels führen könnte.
Die Weltaktienmärkte, die oft parallel zu den Ölpreisen verlaufen, erlebten am Donnerstag ebenfalls eine Rallye, als Investoren die über den Erwartungen liegenden Gewinne des KI-Chipherstellers Nvidia feierten.
Inzwischen läuft die Frist für US-Sanktionen gegen den Handel mit den russischen Ölgiganten Rosneft und Lukoil am Freitag ab, während Lukoil und mögliche Käufer für dessen Vermögenswerte bis zum 13. Dezember Zeit haben, Vereinbarungen über sein weitreichendes internationales Portfolio zu treffen.
Die Ölpreise wurden auch durch einen stärker als erwarteten Rückgang der US-Rohöllagerbestände unterstützt, was auf steigende Raffinerieauslastungen bei guten Margen im weltgrößten Ölverbraucher und eine starke Exportnachfrage nach US-Rohöl zurückzuführen ist.
Die Rohöllagerbestände fielen in der Woche bis zum 14. November um 3,4 Millionen Barrel auf 424,2 Millionen, wie die Energieinformationsverwaltung mitteilte. Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage einen Rückgang um 603.000 Barrel erwartet.
Es wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass die Bestände an Benzin und Destillaten in den USA zum ersten Mal seit über einem Monat anstiegen, ein Zeichen für eine nachlassende Verbrauchsnachfrage.
Zuwächse wurden durch anhaltende Sorgen über ein Überangebot auf dem Ölmarkt und den US-Dollar, der nahe einem Sechs-Monats-Hoch verharrt, begrenzt. Dies macht in Dollar gehandelte Rohstoffe wie Öl teurer.
Ähnliche Artikel
- Ölpreise fallen: US-Rohöllagerbestände steigen an!
- Rupie verzeichnet leichten Gewinn: Dollar im Vergleich schwächer!
- Rupie fällt leicht: Spannungen im Verhältnis zum US-Dollar!
- Palmöl stürzt ab: Über 1% Verlust, folgt dem Sojaöl-Trend!
- Rupie fällt: Niedrigerer Kurs gegenüber dem US-Dollar!

David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.