PEKING: Anstieg der Eisenerz-Futures
In Peking verzeichneten die Futures-Preise für Eisenerz am Montag einen Anstieg, getrieben durch eine feste Nachfrage in der nahen Zukunft, sinkende Lagerbestände in den Häfen und gesunde Stahlmargen in China, dem Hauptverbraucher. Die Erwartung eines zunehmenden Angebots bremste jedoch den Preisanstieg.
Der am meisten gehandelte Eisenerzkontrakt für September an der Dalian Commodity Exchange (DCE) in China notierte um 0,25% höher bei 786,5 Yuan (109,44 US-Dollar) pro metrische Tonne, Stand 0202 GMT.
Der maßgebliche Eisenerzkontrakt für September an der Singapore Exchange stieg um 0,3% auf 100,3 US-Dollar pro Tonne, Stand 0152 GMT.
Trotz eines wöchentlichen Rückgangs blieb die durchschnittliche tägliche Produktion von Roheisen unter den Stahlherstellern mit über 240 Millionen Tonnen über einem Niveau, das allgemein als Zeichen einer robusten Eisenerznachfrage angesehen wird.
Etwa zwei Drittel der Stahlwerke erwirtschafteten in der Woche bis zum 31. Juli Gewinne, verglichen mit 59% Anfang Juli, wie Daten der Beratungsfirma Mysteel zeigen.
Ebenfalls sanken die Lagerbestände in den Häfen um 0,6% gegenüber der Vorwoche auf den niedrigsten Stand seit Februar 2024 mit 130,3 Millionen Tonnen, Stand 1. August, laut Daten der Beratungsfirma Steelhome.
Die Aussicht auf steigende Lieferungen in der zweiten Jahreshälfte begrenzte jedoch die Preissteigerungen für den wichtigen Stahlrohstoff.
„Da die Bergbauunternehmen ihre jährliche Produktionsprognose unverändert ließen, ist es wahrscheinlich, dass die Lieferungen im Rest des Jahres zunehmen werden, was auf ein wachsendes Angebot hindeutet“, sagten Analysten des Brokers First Futures in einer Notiz.
Die Zyklone in Australien zu Beginn des Jahres hatten zu einem starken Rückgang der Lieferungen im ersten Quartal geführt, was insgesamt zu geringeren Lieferungen im ersten Halbjahr beitrug.
Weitere Zutaten für die Stahlherstellung an der DCE verzeichneten Rückgänge, wobei Kokskohle und Koks um 0,58% bzw. 1,67% fielen.
Die Stahl-Benchmarks an der Shanghai Futures Exchange gaben nach, mit einem Rückgang von 1% bei Betonstahl, 0,7% bei warmgewalzten Spulen, 1,28% bei Drahtstangen und einem leichten Rückgang von 0,12% bei rostfreiem Stahl.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.