SINGAPUR: Steigerung bei Eisenerz-Futures
In Singapur verzeichneten die Futures für Eisenerz am Mittwoch einen Anstieg, nachdem China die höchsten monatlichen Importe dieses wichtigen Stahlbestandteils sowie Rekordexporte von Stahl gemeldet hatte.
Der am häufigsten gehandelte Eisenerz-Kontrakt für Mai an der Dalian Commodity Exchange (DCE) in China lag um 0,49% höher bei 824,5 Yuan (ungefähr 118,17 US-Dollar) pro metrische Tonne, Stand 0326 GMT.
Der richtungsweisende Eisenerz-Kontrakt für Februar an der Singapore Exchange verzeichnete einen Anstieg von 0,29% auf 108,65 US-Dollar pro Tonne.
Im Dezember erreichten Chinas Stahlexporte laut Daten der Generalverwaltung der Zollbehörde einen neuen monatlichen Höchststand. Dies wurde durch das Vorziehen von Exporten vorangetrieben, ausgelöst durch die Ankündigung Pekings, ab 2026 eine Exportlizenz für Lieferungen zu fordern.
Auch die Eisenerzimporte erreichten im Dezember sowie im gesamten letzten Jahr neue Höchststände, da niedrige Lagerbestände und verbesserte Stahlmargen die Mühlen dazu veranlassten, mehr Frachten zu buchen.
„Da die Produktion von Roheisen in China in den letzten Wochen zugenommen hat, ist klar, dass die Mühlen nun begonnen haben, die Stahlvorräte vor dem chinesischen Neujahrsfest aufzufüllen“, erklärte Atilla Widnell, Geschäftsführer von Navigate Commodities.
Er erwarte, dass diese positiven Bedingungen bis zum Mondneujahr anhalten werden, fügte er hinzu.
Dennoch könnten die anhaltend hohen Preise für Eisenerz zusammen mit sinkenden Margen der Stahlwerke die Käufer dazu veranlassen, mit dem erneuten Auffüllen der Bestände zu warten, bis eine Preisberichtigung eintritt, so Analysten.
Andere für die Stahlherstellung wichtige Rohstoffe an der DCE verzeichneten Rückgänge; so fielen die Preise für Kokskohle um 0,66% und für Koks um 0,26%.
Die Stahl-Benchmarks an der Shanghai Futures Exchange legten zu.
Bewehrungsstahl stieg um 0,32%, warmgewalzte Spulen erhöhten sich um 0,06%, Drahtstangen legten um 1,48% zu und nichtrostender Stahl verstärkte sich um 1,7%.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.