Streik in Hamburg für einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit
Ein großer Teil der Angestellten der Stadt Hamburg hat sich für einen Tag aus dem Arbeitsalltag zurückgezogen, um ihre Forderung nach einem Tarifvertrag für die Altersteilzeit zu unterstreichen. Die Demonstration begann am Vormittag beim Gewerkschaftshaus und führte zu den Hauptquartieren der SPD und der Grünen, die momentan in Hamburg regieren und über die Fortsetzung ihrer Koalition verhandeln. Der Protest endete mit einer Kundgebung in der Nähe des Rathauses. Insgesamt waren etwa 40.000 Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen.
Forderung nach Verhandlungen
Die Gewerkschaft Verdi hat die Stadt Hamburg aufgefordert, Verhandlungen über den geforderten Tarifvertrag zu beginnen. „Schon im Januar appellierte Verdi an die Stadt, Gespräche über die Altersteilzeit aufzunehmen. Bisher hat sich jedoch vonseiten der Stadt nichts getan“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Max Stempel. Schon am frühen Morgen überreichte eine Delegation laut Verdi vor dem Rathaus weitere Anliegen der städtischen Angestellten.
Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) äußerte sich zu den Verhandlungen auf Facebook: „Offizielle Gespräche kann ich nur führen, wenn ich ein offizielles Verhandlungsmandat der Tarifgemeinschaft der Länder habe.“ Ohne dieses Mandat wären solche Verhandlungen ein Verstoß gegen die Satzung, „was ich als Vorsitzender der Länder nicht verantworten kann und will“, fügte er hinzu. Dressel betonte, dass Verdi die Einhaltung dieser Regeln leider nicht wichtig sei, was kein gutes Miteinander fördere. „So funktioniert keine Tarifpartnerschaft!“, kritisierte er.
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Hannah Berg ist Filmkritikerin und Serien-Expertin. Mit einem scharfen Blick für Details analysiert sie Neuerscheinungen und Klassiker aus der Welt des Kinos und Fernsehens.