TOKIO: Nikkei-Index erreicht Dreiwochentief
In Tokio ist der Nikkei-Durchschnitt auf ein Dreiwochen-Tief gefallen, beeinflusst durch bedeutende Technologieaktien, während Investoren die Zukunftsaussichten für künstliche Intelligenz und Datenzentren bewerten.
Zum Zeitpunkt der Messung um 0120 GMT verzeichnete der Nikkei einen Rückgang um 1,4% auf 48.830,26 Punkte. Während der Handelssitzung erreichte der Index den niedrigsten Stand seit dem 25. November. Der umfassendere Topix-Index sank um 0,65% auf 3.347,51 Punkte.
Die Hauptindizes an der Wall Street schlossen am Mittwoch niedriger, wobei der S&P 500 und der technologielastige Nasdaq ebenfalls auf Dreiwochen-Tiefs fielen. Hintergrund sind anhaltende Sorgen um den Handel mit künstlicher Intelligenz, die auf die Technologieaktien drückten.
„Die Bedenken des Marktes hinsichtlich der Rentabilität von Geschäften im Bereich der künstlichen Intelligenz und Datenzentren in den USA werden immer deutlicher,“ erläuterte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities.
„Auch Japan ist keine Ausnahme, da hier zahlreiche Datenzentren gebaut werden,“ fügte er hinzu.
Die Aktien der SoftBank Group sanken um 4,5%, nachdem Oracle um 5,4% gefallen war. Dies folgte auf einen Bericht, laut dem der größte Datenzentrumspartner von Oracle, Blue Owl Capital, einen 10 Milliarden Dollar schweren Deal für eine neue Einrichtung nicht unterstützen wird.
Zu Beginn dieses Jahres kündigten SoftBank Group, Oracle und OpenAI Pläne an, in den USA Datenzentren für künstliche Intelligenz zu entwickeln, um ihr ambitioniertes Stargate-Projekt voranzutreiben.
„Das Stargate-Projekt steht im Zentrum der Entwicklung von Datenzentren in den USA, und SoftBank ist tief darin involviert,“ sagte Shimada.
Chip-bezogene Aktien wie Advantest verloren 3,57% und Fujikura, ein Hersteller von Glasfaserkabeln, fiel um 3,8%. Die Finanzwerte gaben vor dem Abschluss der Politiksitzung der Bank of Japan am Freitag nach, da die Investoren mit einer Zinserhöhung rechnen.
Die Aktien der Mitsubishi UFJ Financial Group fielen um 0,67% und die der Mizuho Financial Group um 0,57%. Entgegen dem Trend sprang der Eisenbahnbetreiber Keisei Electric Railway um fast 4% nach oben und wurde somit zum prozentual größten Gewinner im Nikkei.
Der Wertindex des Topix fiel um 0,25%, während der Wachstumsindex um 0,75% fiel.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.