Gold- und Silberpreise steigen weiter
Am Mittwoch erreichte Gold nahezu das am Vortag aufgestellte Rekordhoch, während Silber die noch nie erreichte Marke von 90 Dollar überschritt. Dies geschah vor dem Hintergrund weicher als erwarteter US-Inflationsdaten, die Wetten auf bevorstehende Zinssenkungen verstärkten und angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten.
Der Spotpreis für Gold stieg um 0,9% auf 4.627,95 Dollar pro Unze bis 0406 GMT, nachdem er am Dienstag mit 4.634,33 Dollar ein Rekordhoch erreicht hatte.
Die Gold-Futures in den USA für die Lieferung im Februar kletterten um 0,8% auf 4.635,60 Dollar.
Spot-Silber sprang um 4,6% auf 90,95 Dollar pro Unze, nachdem es erstmals die 90-Dollar-Marke durchbrochen hatte und seit Jahresbeginn bereits um fast 28% gestiegen war.
„Die Daten waren positiv, die Inflationsrate fiel niedriger aus, auch die Arbeitslosenquote in den USA war niedriger, dies sind Indikatoren, die den Preis für Edelmetalle weiter nach oben getrieben haben“, erklärte Brian Lan, Geschäftsführer von GoldSilver Central.
Lan fügte hinzu, dass das nächste große Ziel für Silber die 100-Dollar-Marke sei und hohe zweistellige prozentuale Gewinne für das Metall in diesem Jahr wahrscheinlich seien.
Der US-Kernverbraucherpreisindex stieg im Dezember monatlich um 0,2% und jährlich um 2,6%, was unter den Erwartungen der Analysten von einem Anstieg um 0,3% bzw. 2,7% lag.
US-Präsident Donald Trump begrüßte die Inflationszahlen und bekräftigte seine Forderung an den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, die Zinsen „bedeutend“ zu senken.
Weltweit stellten sich Zentralbankchefs und führende CEOs der Wall Street-Banken hinter Powell, nachdem die Entscheidung der Trump-Administration, ihn zu untersuchen, auch von ehemaligen Fed-Chefs verurteilt wurde.
Analysten sagen, dass Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed und das Vertrauen in US-Vermögenswerte die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold verstärkten.
Investoren rechnen in diesem Jahr mit zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte, wobei die erste bereits im Juni erwartet wird.
Nicht verzinsliche Vermögenswerte tendieren in einem Umfeld niedriger Zinsen und während geopolitischer oder wirtschaftlicher Unsicherheiten dazu, sich gut zu entwickeln.
Trump forderte unterdessen die Iraner auf, weiter zu protestieren und sagte, ‚Hilfe ist unterwegs‘, als der Iran die größten Demonstrationen seit Jahren erlebte.
Anderswo kletterte Spot-Platin um 4,7% auf 2.432,80 Dollar pro Unze, ein Wochenhoch.
Es erreichte am 29. Dezember einen Rekord von 2.478,50 Dollar pro Unze.
Palladium stieg um 3,7% auf 1.910,08 Dollar pro Unze.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.