Lisa Kudrow enthüllt: Sexistische Äußerungen und ein rauhes Arbeitsumfeld am Set von „Friends“.
Lisa Kudrow hat kürzlich Einblicke in die Arbeitsatmosphäre am Set der beliebten Fernsehserie „Friends“ gegeben und dabei ein Schlaglicht auf problematische Verhaltensweisen während der Produktion geworfen. In einem Interview mit einem aktuellen Magazin äußerte sich die Schauspielerin zu den Herausforderungen, mit denen sie und ihre Kolleginnen konfrontiert waren.
Raue Töne am Set
In einem Gespräch mit der „The London Times“ teilte Kudrow ihre Erlebnisse während der Produktion der zehnteiligen Serie. „Es gab definitiv unangenehme Vorkommnisse hinter den Kulissen“, erklärte sie. „Man muss bedenken, dass unsere Aufnahmen vor 400 Live-Zuschauern stattfanden, und wenn man seinen Text nicht korrekt wiedergab oder er nicht gut ankam, konnten die Autoren sehr harsch reagieren: ‚Kann diese Frau überhaupt lesen? Sie gibt sich keine Mühe. Sie hat meine Zeile ruiniert.‘“
Diese Erlebnisse malen das Bild eines Arbeitsumfeldes, das von Druck, verbaler Strenge und sexistischen Verhaltensweisen geprägt war. Besonders interessant sind Kudrows Anmerkungen zu den Geschlechterdynamiken innerhalb des Autorenteams.
Sexismus im Writers‘ Room
Weiter berichtete die Schauspielerin über unangemessene Unterhaltungen im Autorenraum, die professionelle Grenzen überschritten. „Die männlichen Autoren saßen oft bis spät in die Nacht zusammen und diskutierten ihre sexuellen Fantasien über Jennifer (Aniston) und Courteney (Cox)“, so Kudrow. Aniston und Cox waren neben Kudrow Hauptdarstellerinnen der Serie.
Trotz der schwierigen Situation versuchte Kudrow, sich emotional zu distanzieren. „Es konnte wirklich hart sein, aber diese Männer – hauptsächlich waren es Männer – saßen dort bis 3 Uhr morgens und arbeiteten an den Skripten, also dachte ich: ‚Redet hinter meinem Rücken, was ihr wollt, solange ich es nicht höre, ist es nicht mein Problem.‘“
Bereits bekannte Vorwürfe
Die jetzt erneut aufgekommenen Vorwürfe sind keine Neuigkeit. Schon Anfang der 2000er Jahre hatte Amaani Lyle, die während der sechsten Staffel an der Serie mitarbeitete, ähnliche Behauptungen aufgestellt und eine Klage gegen Warner Bros. Television eingereicht. Sie gab an, dass im Autorenraum regelmäßig sexuelle und rassistische Bemerkungen gefallen seien und sie gezwungen war, diese zu dokumentieren.
Der Fall wurde schließlich gerichtlich verhandelt, wobei entschieden wurde, dass der rauhe Umgangston Teil des kreativen Prozesses sei. Die Klage wurde abgewiesen, was bis heute zu Diskussionen führt.
Finanzieller Erfolg trotz negativer Erfahrungen
Ungeachtet der negativen Erfahrungen profitiert Lisa Kudrow weiterhin erheblich von den anhaltenden Erfolgen von „Friends“. Durch Wiederholungen, Streaming-Verträge und Lizenzgebühren soll sie jährlich etwa 17 Millionen Euro verdienen. Die Serie bleibt somit nicht nur ein kulturelles Phänomen, sondern auch eine sehr profitable Einnahmequelle für die Hauptdarsteller.
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