Europäische Aktienmärkte reagieren verhalten auf neue Zollvorschläge von Trump
Die Aktienmärkte in Europa zeigten sich am Dienstag zurückhaltend, nachdem Investoren die neuen Zollvorschläge des US-Präsidenten Donald Trump für eine Reihe von Ländern bewerteten.
Der paneuropäische STOXX 600 Index verzeichnete kaum Veränderungen und stand um 07:10 GMT bei 543,22 Punkten.
Am Montag hatte Trump 14 Ländern, darunter Japan und Südkorea, Briefe zukommen lassen, in denen er deutlich höhere Zölle auf Importe in die USA ankündigte, die ab dem 1. August gelten sollen.
Ursprünglich war der 9. Juli als Frist für das Erreichen von Handelsabkommen mit den USA angesetzt, diese wurde jedoch auf den 1. August verschoben. Trump erklärte, dass diese Frist nicht zu 100% fest sei und er Verlängerungen in Betracht ziehen würde, sofern die Länder Vorschläge unterbreiten würden.
Die Europäische Union wird keinen Brief aus den USA erhalten, der höhere Zölle ankündigt, so EU-Quellen am Montag. Die EU strebt mögliche Ausnahmen von der amerikanischen Basiszollrate von 10% an. Europäische Immobilienaktien verloren 0,6%, während Grundstoffressourcen um 0,7% zulegten.
Das belgische Biotechnologieunternehmen ArgenX verzeichnete ein Plus von 1,4%, nachdem die Deutsche Bank ihr Rating von „halten“ auf „kaufen“ hochgestuft hatte.
Was die Wirtschaftsdaten angeht, fielen die deutschen Exporte im Mai stärker als erwartet, da die Nachfrage aus den USA zum zweiten Mal in Folge nach einer Phase starker Käufe in Erwartung der US-Zölle zurückging.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.