„Euphoria“ Staffel 3: Kritiker vernichten das Comeback!

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Die dritte Staffel von „Euphoria“ ist erschienen, doch die Kritik übt heftige Kritik. Erfahren Sie, was Zendaya, Jacob Elordi und Sydney Sweeney beitragen und warum die Serie von HBO nicht überzeugt.

Nach vier langen Jahren des Wartens ist „Euphoria“ endlich zurück. In dieser Zeit hat sich Zendaya zu einem globalen Superstar entwickelt, Jacob Elordi hat sich auf das Oscar-Radar gespielt und Sydney Sweeney ist zu einem bekannten Namen in Hollywood geworden. Nun, mit der Veröffentlichung der dritten Staffel, scheinen sich die Kritiker einig zu sein: Was als großartiges Comeback begann, wird in den ersten Kritiken als Enttäuschung beschrieben.

Ein ehemaliger Serien-Liebling

Zur Premiere im Jahr 2019 auf HBO, sorgte „Euphoria“ für Aufsehen und war ein provokativer, furchtloser und unerwartet genauer Blick auf eine gesamte Generation. Themen wie Drogen, Sex und Selbstfindung wurden ohne moralisierenden Unterton behandelt und in einer visuellen Sprache präsentiert, die zwischen Musikvideo und Coming-of-Age-Drama schwankte. Die zweite Staffel erzeugte ebenfalls starke Reaktionen, gefolgt von einer langen Stille.

Ein zu langer Unterbruch

Die Unterbrechung war alles andere als geplant. Hinter den Kulissen häuften sich die Tragödien: Cast-Mitglied Angus Cloud verstarb 2023, Eric Dane starb im Februar kurz nach dem Ende seiner Dreharbeiten an ALS. Barbie Ferreira verließ die Serie nach der zweiten Staffel, und Produzent Kevin Turen starb im Herbst 2023. Im März 2026 kündigte Komponist Labrinth auf Instagram seinen Ausstieg an und äußerte sich deutlich: „Fuck Columbia. Double fuck Euphoria. I’m out.“ Hinzu kamen Streiks in Hollywood und die vollen Terminkalender der nun gefragten Stars. Das Ergebnis war ein notwendiger Zeitsprung von fünf Jahren, um mit der Realität der Darsteller Schritt zu halten.

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Viele Medien kritisieren, dass der Zeitsprung der Serie inhaltlich nicht gerecht wird. Die Charaktere sind nun Anfang 20, die Highschool-Zeit ist vorbei – und mit ihr der Rahmen, der „Euphoria“ einst zusammenhielt. Die „BBC“ urteilt, dass die Show ihren zeitgeistigen Charakter verloren hat und jetzt „sehr wenig zu sagen“ habe. Der Versuch, den engen Freundeskreis „irgendwie gleich und doch anders“ wirken zu lassen, erscheint „gezwungen“.

Kritik: „Faulheit in der Drehbuchführung“

Rue, gespielt von Zendaya, war einst das emotionale Herz der Serie und ist nun zu einer Drogenkurierin geworden. Ihre Schulden bei der Dealerin Laurie, dargestellt von Martha Kelly, haben zu einem echten kriminellen Dilemma geführt. Das Online-Magazin „Mashable“ ist von dieser Entwicklung nicht überzeugt: Eine Serie mit so viel Potential entscheidet sich immer wieder für billige Schockmomente statt echter Tiefe. „Faules Schreiben“, so die „New York Post“.

Zu viele Stars, nicht genug Geschichte

Ein wiederkehrendes Problem, das mehrere Kritiker anführen, ist, dass die Stars ihre Rollen überschritten haben – und das Drehbuch darauf keine überzeugende Antwort bietet. Jacob Elordi, der seit seiner ersten „Euphoria“-Staffel eine beeindruckende Filmkarriere hingelegt hat, spielt einen Nate, der so „out of Character“ wirkt, dass sich die „New York Post“ fragt, warum er seinen Filmkalender für diese Rückkehr überhaupt freigeräumt hat.

Das Magazin „Variety“ weist auf eine tiefergehende Identitätskrise hin: Früher stand Rues Suchtgeschichte im Mittelpunkt, jetzt geht es zunehmend um den Austausch von Intimität gegen Geld – ein Thema, das den Showrunner Sam Levinson offenbar beschäftigt, ohne dass deutlich wird, was er damit ausdrücken möchte. „Variety“ stellt entsprechend die Frage, ob dahinter eine Gesellschaftskritik steht – oder einfach der Wunsch, Sydney Sweeney in knapper Kleidung zu zeigen.

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Ab 13. April auch in Deutschland verfügbar

Trotz der teils vernichtenden ersten Reaktionen bleibt festzuhalten: Die Kritiker haben bisher nur drei Episoden gesehen. Die verbleibenden Folgen könnten die Geschichte noch zum Guten wenden – oder die Zweifel verstärken. Dass die Serie ihre technische Brillanz beibehalten hat, gestehen selbst kritische Stimmen zu. Visuelle Umsetzung, Schauspielleistungen, Sound – alles bleibt auf hohem Niveau.

Nun liegt es an den Zuschauern zu entscheiden. In Deutschland wird die dritte Staffel von „Euphoria“ am 13. April 2026 auf Sky, WOW und HBO Max anlaufen.

Paul Hofrath schreibt für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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