Die Mutter des 2010 verstorbenen Corey Haim stellt sich gegen die Vorwürfe der Belästigung in der Dokumentation „Corey Feldman vs. The World“. Sie betont, ihr Sohn sei heterosexuell gewesen und niemals alleine am Set.
In der Dokumentation „Corey Feldman vs. The World“ bringt der Schauspieler Corey Feldman schwere Anschuldigungen gegen seinen ehemaligen Schauspielkollegen Corey Haim vor, der 2010 im Alter von 38 Jahren verstarb. Feldman behauptet, dass Haim ihn während der Dreharbeiten zum Film „The Lost Boys“ im Jahr 1987 sexuell bedrängt habe. Diese Vorwürfe wurden kürzlich von Haims Mutter vehement abgestritten.
Belästigungsvorwürfe richten sich an Corey Haim
Feldman behauptet, Haim habe ihm gegenüber geäußert: „Hey Mann, lass uns etwas anfangen“, und ihm erklärt, dass ein solches Verhalten in der Filmbranche normal sei. Feldman schildert weiter, dass Haim trotz seiner Ablehnung ein Treffen arrangiert habe, und bezeichnet die Schilderungen in der Dokumentation als „die Wahrheit“.
Die Mutter weist die Vorwürfe entschieden zurück
Judy Haim, die Mutter von Corey Haim, hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. In einem Gespräch mit „TMZ“ äußerte sie, dass Feldman Lügen erfinde, um mediale Aufmerksamkeit zu erregen und von seinen eigenen Verfehlungen abzulenken. Sie betonte, dass ihr Sohn heterosexuell war und kein Interesse an Männern zeigte. Zudem erinnerte sie daran, dass ihr Sohn während der Dreharbeiten stets beaufsichtigt war, entweder von ihr selbst, seiner Schwester oder seinem Vater. Judy Haim kritisierte auch, dass Feldman mit seinen Anschuldigungen erst Jahrzehnte nach ihrer gemeinsamen Zeit an die Öffentlichkeit gehe, was ihrer Meinung nach die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen untergräbt. Sie bezeichnete Feldmans Behauptungen als „zutiefst diffamierend“ und schloss rechtliche Schritte nicht aus.
Charlie Sheen bestreitet Mitverantwortung
Charlie Sheen, der ebenfalls in „The Lost Boys“ mitspielte, wird in Feldmans Dokumentation als Beleg für die behauptete Normalität des belästigenden Verhaltens angeführt. Feldman zufolge soll Haim ihm erzählt haben, dass Sheen ihm versichert habe, solche Annäherungen seien akzeptabel. Sheen hat jedoch diese Darstellung in der Dokumentation zurückgewiesen und die Vorwürfe als „krank, verdreht und absurd“ bezeichnet.
Skandal um die Comeback-Dokumentation
Die Dokumentation, die von der Regisseurin Marcie Hume über nahezu ein Jahrzehnt hinweg produziert wurde, war ursprünglich als eine Dokumentation über Feldmans Comeback und die Tour seiner Band „Corey’s Angels“ gedacht. Im Verlauf der Dreharbeiten hielt Hume jedoch auch problematische Situationen fest: Mehrere ehemalige Tänzerinnen berichteten von Feldmans kontrollierenden Verhaltensweisen, zu denen die Festlegung von Essens-, Kleidungs- und Duschzeiten sowie das Ausbleiben von Bezahlungen gehörten. Eine frühere Beteiligte beschrieb die Situation in der Doku als „einen reinen Sexkult“.
Kontroversen um das Andenken des verstorbenen Schauspielers
Feldmans Vorwürfe sind Teil seiner langjährigen öffentlichen Äußerungen über sexuelle Übergriffe, die er und Haim in ihrer Jugend erlitten haben sollen. Die Auseinandersetzung zwischen Feldman und der Familie Haim führt derzeit zu intensiven Diskussionen in Hollywood und den Medien, da sie das Andenken des verstorbenen Schauspielers betrifft und gleichzeitig die Glaubwürdigkeit der Dokumentation in Frage stellt.
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