Der Yuan sinkt von seinem sechsmonatigen Höhepunkt aufgrund steigender Dollarnachfrage
HONGKONG: Am Donnerstag fiel der chinesische Yuan gegenüber dem US-Dollar zum zweiten Mal in Folge und entfernte sich von einem sechsmonatigen Hoch, das zu Beginn dieser Woche erreicht wurde. Händler berichteten, dass staatliche Banken frühzeitig stark in den Dollar investierten.
Marktteilnehmer wiesen zudem darauf hin, dass die People’s Bank of China (PBOC) am Mittwoch einen schwächer als erwarteten Fixkurs festlegte, was seit November das erste Mal vorkam. Dies verstärkte die Ansicht, dass die Behörden keinen schnellen Anstieg des Yuan wünschen.
Der Onshore-Yuan lag um 0,08% niedriger bei 7.2151 zum Dollar, gemessen um 02:49 GMT.
Sein Offshore-Pendant lag bei 7.2119 Yuan pro Dollar, was sich im asiatischen Handel kaum veränderte.
Diese Entwicklungen fallen zusammen mit einem allgemeinen Stärkungsdruck auf die asiatischen Währungen. Gespräche zwischen dem stellvertretenden Finanzminister von Seoul und US-Finanzbeamten über Devisen haben Wetten auf eine anhaltende Schwäche des Dollars angeregt.
„Obwohl China einige Merkmale mit anderen asiatischen Exportmächten teilt, einschließlich einer erheblichen Dollar-Vermögensbelastung, glauben wir immer noch, dass die Politikpräferenz Chinas für eine gemessene und kontrollierte Bewegung im USD/CNY liegt“, sagten Analysten von Goldman Sachs in einer Kundennotiz.
Angespornt durch die Einigung zwischen Peking und Washington, die Zölle zu senken, hatte sich der Yuan am Dienstag über 7,2 hinaus auf ein sechsmonatiges Hoch von 7.1855 verstärkt.
Am Donnerstag wurde der Mittelkurs, um den der Yuan in einer Bandbreite von 2% gehandelt werden darf, auf 7.1963 pro Dollar festgesetzt, was stärker als die Schätzungen war.
Der Dollar-Index stand nahe bei 101 und kämpfte darum, die starken Gewinne zu Beginn der Woche auszubauen, da die Erleichterung der Investoren über die Zollwaffenruhe zwischen den USA und China einer vorsichtigen Stimmung wich, angesichts der Unsicherheit über die Gestaltung verschiedener Handelsabkommen.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.