SHANGHAI: Yuan bleibt stabil trotz starker Handelsdaten aus China
SHANGHAI: Der Yuan blieb am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar stabil, nachdem China überraschend positive Handelsdaten für Dezember veröffentlicht hatte, obwohl der US-Dollar nahe einem Einmonatshoch notierte.
Die Exporte Chinas im Dezember stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,6% in Dollar-Bedingungen, während die Importe um 5,7% zulegten; beide Ergebnisse übertrafen die Erwartungen.
Die Regierung meldete zudem eine starke Exportleistung für das Jahr 2025 mit einem Rekordüberschuss von einer Billion Dollar, da sich Hersteller auf weitere drei Jahre unter einer Trump-Regierung einstellen, die US-Bestellungen auf andere Märkte umleitet.
Der Kassakurs des Yuan eröffnete bei 6,9799 pro Dollar und wurde zuletzt um 0401 GMT zu 6,9758 gehandelt, was eine Verstärkung um 37 Pips gegenüber dem späten vorherigen Handelsschluss darstellt.
Vor der Marktöffnung setzte die People’s Bank of China den Mittelkurs auf 7,0120 pro Dollar fest, 313 Pips schwächer als eine Schätzung von Reuters. Der Kassakurs des Yuan darf täglich um 2% nach oben oder unten vom festgesetzten Mittelpunkt schwanken.
Seit Ende November hat die Zentralbank schwächere als erwartete Mittelkurse festgelegt, was Marktteilnehmer als Versuch deuten, eine zu schnelle Aufwertung der chinesischen Währung zu verhindern.
Analysten von Donghai Securities äußerten in einer Notiz, dass 6,80 pro Dollar für das Jahr 2026 ein entscheidendes Niveau für den Yuan darstellen würde, mit bedeutenden gehorteten FX-Positionen, die sich um diese Haltekosten gruppieren. Ein deutliches Unterschreiten von 6,80 könnte Stop-Loss-Abwicklungen durch Exporteure auslösen und eine neue Phase der Yuan-Aufwertung einleiten, sagten sie.
Offshore wurde der Yuan bei 6,9725 Yuan pro Dollar gehandelt, was einem Anstieg von etwa 0,01% im asiatischen Handel entspricht.
Der US-Dollar-Index, der die Stärke des Greenback gegenüber einem Korb von sechs Währungen misst, war zuletzt um 0,3% auf 99,18 gestiegen, nachdem er Verluste vom Montag nachgeholt hatte, als US-Präsident Donald Trump mit einer strafrechtlichen Anklage gegen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell drohte.
Zusätzlich werden die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf die Kreditvergabedaten richten, die in dieser Woche erwartet werden, um weitere Hinweise auf die Gesundheit der chinesischen Wirtschaft zu erhalten.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.