Mark Hamill veröffentlichte ein KI-generiertes Bild von Trump, das ihn in einem Grab zeigte – darauf reagierte das Weiße Haus heftig. Die anschließenden Aussagen des Schauspielers sorgten für Aufsehen.
Am 7. Mai postete Mark Hamill, bekannt für seine Rolle als Luke Skywalker, ein durch Künstliche Intelligenz erstelltes Bild, das Donald Trump in einem Grab darstellte. Der Grabstein trug die Aufschrift „Donald J. Trump 1946–2024“. Das Weiße Haus interpretierte dies als Anspielung auf einen versuchten Mordanschlag, der sich am 13. Juli 2024 ereignete, als während einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, Schüsse abgefeuert wurden, die Trump am Ohr verletzten. Hamill entfernte den Beitrag, der mit „Wenn doch nur“ betitelt war, kurz darauf wieder.
Weißes Haus nennt Hamill ein „gestörtes Individuum“
Nach dem Vorfall bezeichnete die Pressestelle des Weißen Hauses Mark Hamill als „gestörtes Individuum“. Sie äußerte sich weiter, dass „diese extremen Linken einfach nicht anders können“. Der Schauspieler, der früher ein grünes Lichtschwert führte, ist zwar ein bekannter Kritiker von Trump, gilt jedoch als Teil des liberalen Mainstreams in den USA und ist ein erklärter Demokrat. Die Bezeichnung „extremlinks“ wurde in letzter Zeit wiederholt von der PR-Abteilung des Weißen Hauses verwendet, um politische Opponenten zu labeln. Trump hat beispielsweise auf der Plattform Truth Social Papst Leo XIV. als Fürsprecher der radikalen Linken dargestellt, wie CNBC berichtet.
Die Pressestelle in Washington führte weiter aus, dass „solche Rhetorik“ „genau das ist, was in den letzten zwei Jahren zu drei Mordversuchen an unserem Präsidenten geführt hat“. Daraufhin äußerte sich Hamill klarstellend: Trump sollte lange genug leben, um für seine Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Er wünsche ihm das genaue Gegenteil des Todes und entschuldigte sich für den Fall, dass das KI-Bild als unpassend wahrgenommen wurde. Trump selbst hatte in der Vergangenheit mehrfach umstrittene KI-Bilder geteilt, die für Diskussionen gesorgt hatten.
Neue Debatten über politische Rhetorik
Kurz zuvor hatte ein weiteres Ereignis für Aufsehen gesorgt: Ein Mann hatte versucht, während eines Korrespondentendinners das Weiße Haus zu stürmen. Jimmy Kimmel hatte zwei Tage zuvor das Aussehen von Melania Trump mit der Ausstrahlung einer werdenden Witwe verglichen, was erneut hitzige Diskussionen auslöste.
Patrick Sebastian Koch schreibt für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil sind online verfügbar.
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