Zoe Saldaña hat in ihrem neuesten Film „Emilia Pérez“ nicht nur eine außergewöhnliche Rolle übernommen, sondern auch filmgeschichtlich Akzente gesetzt. In ihrer Darstellung der Anwältin Rita, die einem mexikanischen Kartellführer bei dessen Geschlechtsumwandlung zur Seite steht, wurde sie bei den Oscars als Beste Nebendarstellerin gekürt. Ihre darauf folgende persönliche Erklärung sorgte für Aufsehen.
In einem Gespräch mit dem Magazin „People“ machte Saldaña eine bemerkenswerte Bemerkung über ihren Oscar: „Mein Oscar ist genderfluid.“ Sie erklärte, dass die Trophäe, die in ihrem Büro steht, die Pronomen „they/them“ verwendet – eine geschlechtsneutrale Form der Anrede. Diese symbolische Geste bezog sich auf die queere und transgender-freundliche Aussage des Films. Passend dazu übernahm Karla Sofía Gascón, als erste offen transsexuelle Schauspielerin, die Hauptrolle in „Emilia Pérez“ und wurde ebenfalls für einen Oscar nominiert. Gascón hatte kurz vor der Preisverleihung für Kontroversen gesorgt, nachdem auf der Plattform X rassistische Kommentare von ihr entdeckt wurden.
Warum Zoe Saldaña den Oscar ihrer Großmutter widmete
In ihrer Dankesrede griff Saldaña ihre familiäre Geschichte auf. Sie erzählte, dass ihre Großmutter 1961 in die Vereinigten Staaten eingewandert sei. „Ich bin die erste Amerikanerin dominikanischer Herkunft, die einen Oscar gewinnt – aber ich bin sicher, ich werde nicht die Letzte sein.“ Sie äußerte sich besonders stolz darüber, dass sie in ihrer Rolle auf Spanisch singen und sprechen konnte: „Wäre meine Großmutter noch am Leben, sie wäre überglücklich. Dieser Preis ist für sie.“
Jamie Lee Curtis als Wegbereiterin
Saldaña reiht sich damit in die Fußstapfen von Jamie Lee Curtis, die 2023 ihren Oscar im Zeichen der Solidarität mit ihrer transsexuellen Tochter Ruby ebenfalls mit „they/them“ ansprach.
Mit „Emilia Pérez“ haben Saldaña und der Regisseur Jacques Audiard nicht nur filmisch, sondern auch politisch ein starkes Zeichen gesetzt.
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