Warum das Aus nach einer Staffel? 6 geniale Serien zu früh beendet!

Februar 7, 2026

Szene aus „Freaks and Geeks“

„Firefly“, „Freaks and Geeks“, „Pushing Daisies“: Fernsehsender begingen gravierende Fehler. Diese Serien hatten mehr verdient – und sind mittlerweile Kult.

Diese Serienliste ist perfekt geeignet, um sie an einem einzigen Nachmittag komplett zu schauen, zum Fan zu werden und sich anschließend darüber zu ärgern, dass es nicht mehr Episoden gibt.

Freaks and Geeks

In Deutschland lief die Serie unter dem Titel „Voll daneben, Voll im Leben“ und wurde nach nur einer Staffel eingestellt. Sie wurde von 1999 bis 2000 ausgestrahlt.

Handlung: Lindsey Weir ist 16 Jahre alt, ein Mathe-Ass und strebt danach, Teil der coolen Clique zu werden, die Schule schwänzt und kifft. Ihr jüngerer Bruder Sam ist schmächtig und wird oft gehänselt. Beide kämpfen darum, ihren Platz in der sozialen Hierarchie zu finden, wobei sie viele Abenteuer erleben.

Grund für die Absetzung: Niedrige Einschaltquoten sind oft der Grund für das Aus von Serien. Bei „Freaks and Geeks“ kam hinzu, dass der Sender NBC die Episoden nicht chronologisch ausstrahlte, was die Handlung unverständlich machte. In Deutschland wurde sie erst nach Mitternacht auf „Das Erste“ ausgestrahlt.

Trotzdem sehenswert, weil: „Freaks and Geeks“ hat inzwischen eine treue Fangemeinde und Kultstatus erreicht. James Franco, Seth Rogen und Jason Segel hatten hier ihre ersten großen Auftritte. Die Handlungen der Charaktere sind nachvollziehbar und dennoch spannend. Auch der Soundtrack ist durchdacht, von Joan Jetts „Bad Reputation“ im Intro bis zu den Abspannmusiken. Kurzum: Alles an der Serie ist sehenswert (und sie ist auf YouTube verfügbar).

Pushing Daisies

Die von Bryan Fuller kreierte Serie wurde 2008 nach zwei Staffeln beendet.

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Handlung: Ned kann seit seiner Kindheit Tote durch eine Berührung zum Leben erwecken. Er hilft einem Detektiv, indem er die Opfer fragt, wer sie getötet hat. Diese Fähigkeit funktioniert allerdings nur einmal: Eine zweite Berührung führt zum endgültigen Tod. Als er seine Jugendliebe Chuck, die ermordet wurde, wiederbelebt, kann er es nicht übers Herz bringen, sie erneut zu berühren, und muss fortan ihre Berührung meiden.

Grund für die Absetzung: Die Serie litt unter schlechten Einschaltquoten, obwohl sie bei Kritikern und Publikum zunächst gut ankam. In Deutschland erzielte die erste Episode höhere Quoten als „Desperate Housewives“. Ein Autorenstreik unterbrach die erste Staffel, und eine mangelnde Bewerbung danach führte wahrscheinlich zu einem sinkenden Interesse.

Trotzdem sehenswert, weil: „Pushing Daisies“ gleicht einem Film von Wes Anderson im Serienformat: ansprechende Farbschemata, eigenwillige Charaktere und ungewöhnliche Mordfälle. Hinzu kommt eine außergewöhnlich rührende Liebesgeschichte.

Firefly

In Deutschland bekannt als „Der Aufbruch der Serenity“, wurde die Serie 2002 nach nur einer Staffel eingestellt.

Handlung: Im 26. Jahrhundert kämpft die Besatzung des unabhängigen Transport-Raumschiffs „Serenity“, um in den technisch wenig entwickelten Siedlungsgebieten des Weltraums zu überleben. Dort herrschen Zustände wie in alten Western-Filmen.

Grund für die Absetzung: Der Sender Fox war ursprünglich nicht überzeugt von der Idee, die Joss Whedon, der Schöpfer von „Buffy“, präsentierte. Dennoch produzierte Fox eine Staffel, die nur teilweise ausgestrahlt wurde. Gute DVD-Verkäufe führten später zu einem „Firefly“-Kinofilm.

Trotzdem sehenswert, weil: „Firefly“ ist Kult. Für alle Sci-Fi-Fans ein Muss. Zahlreiche Anspielungen auf „Star Wars“, „Raumschiff Enterprise“ und „Alien“ sind unübersehbar. Das Genre „Space-Western“ und die Dialoge der „Serenity“-Besatzung sind so eigenartig unterhaltsam, dass es sich lohnt, „Firefly“ anzuschauen.

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Vinyl

Die Serie, die unter anderem von Martin Scorsese und Mick Jagger entwickelt wurde, wurde 2016 nach nur einer Staffel abgesetzt.

Handlung: Richie Finestra ist der drogenabhängige Chef eines dahinsiechenden Plattenlabels in den 1970ern. Er erkennt Punk und Disco als zukünftige Musiktrends und versucht, sein Label mit diesen neuen Sounds zu retten.

Grund für die Absetzung: Warum „Vinyl“ eingestellt wurde, ist nicht ganz klar. Ursprünglich hatte HBO eine zweite Staffel zugesagt, doch nach dem Rückzug des Showrunners Terence Winter wurde auch die Zusage zurückgezogen.

Trotzdem sehenswert, weil: Die Musikszene der 70er Jahre wird eindrucksvoll dargestellt. Man begegnet Lou Reed (leider nicht dem echten) und sieht Mick Jaggers Sohn James (den echten) auf der Bühne mit seiner fiktiven Punk-Band Nasty Bits.

Bunheads

In Deutschland auch bekannt unter „New in Paradise“, wurde die Serie 2013 nach einer Staffel eingestellt.

Handlung: Michelle Simms heiratet und zieht in die Heimatstadt ihres Ehemannes, wo sie einen Job als Tanzlehrerin in der Tanzschule ihrer Schwiegermutter annimmt. Ihre jungen Ballettschülerinnen werden schnell zu ihren Freundinnen.

Grund für die Absetzung: Es ist wenig bekannt, warum „Bunheads“ eingestellt wurde. Nach den ursprünglichen zehn Folgen wurden acht weitere produziert, doch für eine zweite Staffel reichte der Erfolg nicht aus.

Trotzdem sehenswert, weil: Amy Sherman-Palladino hat die Serie kreiert, was bedeutet: starke Dialoge voller Wortwitz, leicht skurrile, liebenswerte Charaktere und zeitlose Themen. Ideal für zwischendurch, etwa nach der zweiten Staffel von „The Marvelous Mrs. Maisel“ oder während einer Pause im „Gilmore Girls“-Marathon.

The Get Down

Die Netflix-Musical-Serie wurde nach einer Staffel eingestellt. Die erste Staffel wurde 2016 und 2017 in zwei Teilen auf Netflix veröffentlicht.

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Handlung: Im New York der 70er Jahre versuchen Ezekiel „Zeke“ Figuero und seine Freunde, mithilfe von HipHop dem gewalttätigen und kriminellen Alltag in der Bronx zu entfliehen und sich ein besseres Leben aufzubauen.

Grund für die Absetzung: „The Get Down“ war für Netflix zu teuer und nicht erfolgreich genug. Mit Produktionskosten von mindestens 120 Millionen US-Dollar war es die teuerste Serie, die Netflix bis dato produziert hatte. Dennoch konnte sie nicht an den Erfolg von Serien wie „Stranger Things“ oder „Orange Is The New Black“ anknüpfen.

Trotzdem sehenswert, weil: Es handelt sich um eine aufwendig produzierte HipHop-Musical-Serie, die in den 70ern spielt. Showrunner Baz Luhrmann, bekannt für „William Shakespeares Romeo + Julia“ und „Moulin Rouge“, sagte in einem Interview, es habe keine Präzedenzfälle für das gegeben, was sie taten. Das mag zwar schwierig klingen, zeigt aber auch, wie kreativ Luhrmann wurde.

Stefanie Schermann schreibt für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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