Thyssenkrupp-Gewinneinbruch im zweiten Quartal: Zollunsicherheit beeinträchtigt Nachfrage

Juni 2, 2025

Thyssenkrupp’s second-quarter profit plunges as tariff uncertainty hits demand

FRANKFURT/DÜSSELDORF: Operativer Gewinn von Thyssenkrupp im zweiten Quartal stark gefallen

Inmitten hoher wirtschaftlicher Unsicherheit, die vor allem in der Automobil- und Stahlbranche zu spüren ist, verzeichnete der deutsche Mischkonzern Thyssenkrupp einen drastischen Rückgang des operativen Gewinns im zweiten Quartal.

Die Aktien des Konzerns, der von U-Booten bis zu Autozubehör reicht, fielen im vorbörslichen Handel um 3,5%, nachdem der bereinigte EBIT im Quartal um 90% auf 19 Millionen Euro gesunken war. Dies lag weit unter der durchschnittlichen Prognose von 146 Millionen Euro, die in einer von dem Unternehmen bereitgestellten Umfrage erwartet wurde.

Durch seine weitreichende globale Struktur, die auch den Handel mit Materialien und Wasserstoff umfasst, ist Thyssenkrupp von globalen Handelskonflikten betroffen

und warnte am Donnerstag, dass Zölle die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2025 negativ beeinflussen würden.

„Die Einführung von universellen Importzöllen und individuellen Zöllen für wichtige Handelspartner wie die EU und China wirkt sich negativ auf den globalen Handel aus und destabilisiert internationale Lieferketten“, erklärte der Konzern in seinem Halbjahresbericht.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp, an der der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky zu 20 Prozent beteiligt ist, verzeichnete einen Verlust von 23 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von 68 Millionen Euro im Vorjahr, der ebenfalls durch wartungsbedingte Ausfälle beeinträchtigt wurde.

Der deutsche Mischkonzern rechnet weiterhin mit einem bereinigten operativen Gewinn (EBIT) von 600 Millionen bis 1 Milliarde Euro und einem freien Cashflow vor M&A zwischen 0 und 300 Millionen Euro.

Das bereinigte EBIT der U-Boot-Sparte des Konzerns, die derzeit auf eine Abspaltung später in diesem Jahr vorbereitet wird, stieg im zweiten Quartal um 24% auf 31 Millionen Euro.

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„Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir ein stabileres Marktumfeld und positive Effekte durch die Maßnahmen, die wir eingeleitet haben“, sagte Thyssenkrupp-CEO Miguel Lopez.

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