Mumbai: Indische Staatsanleihen bleiben stabil
In Mumbai zeigten sich die indischen Staatsanleihen am Donnerstag kaum verändert, da sich die Händler auf den bevorstehenden Schuldenverkauf am Freitag vorbereiteten. Nach dieser Auktion wird sich das Interesse auf den weiteren Kurs der Zentralbank bezüglich Zinssätzen und Liquidität richten.
Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen schloss bei 6,5324%, gegenüber 6,5323% am Mittwoch, und blieb damit innerhalb der engen Bandbreite dieser Woche von 6,52% bis 6,55%.
Zwischenzeitlich stieg die Rendite dreimal kurz über 6,55%, fiel jedoch aufgrund starken Kaufinteresses wieder zurück.
Der für Freitag geplante Schuldenverkauf in Höhe von 300 Milliarden Rupien, der auch 5- und 50-jährige Anleihen umfasst, gilt als wichtige Prüfung für die Nachfrage nach langfristigen Anleihen, so die Händler.
In den letzten drei Sitzungen sanken die Renditen für 30- bis 50-jährige Anleihen, angeheizt durch Spekulationen, dass die indischen Staatsanleihen über den voll zugänglichen Weg (FAR) in den Bloomberg Global Aggregate Index aufgenommen werden könnten, wie Berichte der lokalen Zeitung Business Standard nahelegen.
Die Händler erwarten nun deutlichere Signale bezüglich der Lockerungspolitik der Reserve Bank of India (RBI), wobei eine Annäherung der Ein- und Zwei-Jahres-OIS-Raten auf eine einzelne Zinssenkung hindeutet, gefolgt von einer längeren Pause.
Das zinspolitische Komitee der RBI wird Anfang Dezember seine Entscheidung bekannt geben.
Zwischen Februar und Juni senkte die Zentralbank den Repo-Satz um 100 Basispunkte auf 5,5% und hielt ihn in den folgenden zwei Politikphasen konstant.
Ein mildes Inflationsumfeld schafft Spielraum für Zinssenkungen, dauerhafte Liquiditätsoperationen (OMOs) der RBI, während die Liquidität abnimmt, und weitere Klarheit über das Handelsabkommen zwischen den USA und Indien werden als wesentliche Unterstützungsfaktoren für den Anleihemarkt gesehen, so eine Notiz der Kotak Mahindra Bank.
Auch die dauerhafte Liquidität des Bankensystems in Indien ist auf den niedrigsten Stand seit über fünf Monaten gefallen, beeinträchtigt durch aggressive Devisenoperationen der RBI.
Die dauerhafte Netto-Liquidität sank in der zweiten Oktoberhälfte auf 3,29 Billionen Rupien, der niedrigste Stand seit Mitte Mai.
RATEN
Die Raten für Overnight-Index-Swaps (OIS) in Indien stiegen, da die Händler die Gelegenheit sahen, bei Rückgängen zu kaufen.
Der einjährige OIS schloss fast 1 Basispunkt höher bei 5,46% und der zweijährige stieg um 1,25 Basispunkte auf 5,4625%, während der liquide fünfjährige OIS um etwa 3 Basispunkte auf 5,76% sprang.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.