Hamburger Hafenarbeiter verurteilt: Schwere Haftstrafen für Kokainschmuggel!

April 6, 2025

Haftstrafen für Hamburger Hafenarbeiter wegen Beteiligung an Kokainschmuggel

Langjährige Gefängnisstrafen für Mitglieder einer Drogenschmuggelbande

Ein Hamburger Gericht hat zwei Männer wegen ihrer Beteiligung an einem geplanten Import von 480 Tonnen Kokain zu langen Gefängnisstrafen verurteilt. Die beiden, 38 und 45 Jahre alt, wurden des bandenmäßigen Handels mit großen Mengen Betäubungsmittel für schuldig befunden. Der ältere der beiden, der zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt wurde, erhielt eine Haftstrafe von neun Jahren und sechs Monaten, während der jüngere zu acht Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Die Strafkammer stellte fest, dass sich die Angeklagten im Sommer 2020 einer Drogenorganisation angeschlossen hatten, die vorsah, Kokain in einem mit Balsaholz beladenen Container aus Südamerika nach Hamburg zu schmuggeln. Zur Durchführung ihres Plans rekrutierte die Bande die beiden Männer, die im Hamburger Hafen beschäftigt waren.

Der jüngere der Verurteilten war bei einer Logistikfirma angestellt und hatte dadurch Zugang zum Terminal. Der ältere Angeklagte arbeitete direkt am Altenwerder Terminal und war verantwortlich, den Container in der Nacht des 13. Januars 2021 in Empfang zu nehmen. Als Belohnung sollten beide 2000 Euro pro Kilogramm Kokain erhalten.

Ein Arbeitskollege, der zusammen mit dem 45-Jährigen zur Nachtschicht eingeteilt war, wurde jedoch zum Hindernis für die Pläne der Bande. Dieser Kollege wurde von dem Angeklagten unwissentlich in eine Falle gelockt, indem seine Adresse und weitere Details an die Komplizen weitergegeben wurden. Auf dem Weg zur Arbeit wurde er von zwei Bandenmitgliedern, die sich als Polizisten ausgaben, angehalten. Als er jedoch nach ihren Dienstausweisen fragte, schlugen sie ihm mehrfach ins Gesicht. Trotzdem gelang es dem Hafenarbeiter, sich mit seinem Auto zu retten, selbst nachdem die Angreifer den Zündschlüssel abgezogen hatten. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und befindet sich noch immer in psychologischer Behandlung.

LESEN  RAF-Terroristin alarmiert: Sieht politischen Prozess auf sich zukommen!

Kokain im Wert von 14 Millionen Euro verschwunden

Als die Bande versuchte, das Kokain aus dem Container zu entnehmen, war die Droge bereits verschwunden. Das Gericht konnte den Verbleib des Kokains nicht feststellen. Laut der Richterin war der Container während eines Zwischenstopps in Rotterdam dem Zoll aufgefallen, da er ein beschädigtes Siegel aufwies und in Hamburg durchleuchtet werden sollte.

Zudem nutzten die Bandenmitglieder verschlüsselte Messengerdienste wie EncroChat und Sky ECC, die bereits von der französischen Polizei überwacht wurden. Das Kokain sollte in Deutschland verkauft werden und hätte nach Schätzungen einen Marktwert von etwa 14 Millionen Euro. „Eine ungeheure Menge“, so die Richterin Isabel Hildebrandt.

Die verhängten Strafen überschritten die Forderungen der Staatsanwaltschaft, die für beide Angeklagten jeweils sieben Jahre und zehn Monate Haft gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf eine Freiheitsstrafe von nur zwei Jahren plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, und trotz der verhängten langen Haftstrafen bleiben die Angeklagten vorerst auf freiem Fuß.

Ähnliche Artikel

Diesen Beitrag bewerten

Schreibe einen Kommentar

Share to...