Nach sieben Jahren der Abstinenz konsumiert Brad Pitt nun wieder moderat Alkohol, nachdem er eine schwierige Lebensphase durchgemacht hat.
Brad Pitt ist sich der vielen Segnungen in seinem Leben bewusst, doch auch er kennt Zeiten der Trauer und Dunkelheit. In einer Diskussion über seine persönlichen Tiefpunkte offenbarte der Schauspieler, dass er seine siebenjährige Alkoholabstinenz kürzlich beendet hat.
Er habe nach über sieben Jahren der Nüchternheit eine neue Herangehensweise an den Alkoholkonsum entwickelt, eine limitierte und kontrollierte, wie er erwähnte.
In einem Gespräch für die Septemberausgabe des Magazins „Esquire“ reflektierte Pitt über einige seiner Fehltritte: „Ich habe mich ein paar Mal überschätzt und mir gedacht: ‚Das tut mir nicht gut. Vor allem nicht in großen Mengen.’“
Private Krisen und seelische Tiefen
Trotz seines Erfolgs und Ruhms war Brad Pitt nicht vor persönlichen Krisen gefeit. Seine Rückkehr zum Alkohol folgte auf ein Gespräch über schwierige Zeiten in seinem Leben, einschließlich familiärer Konflikte wie seiner Scheidung von Angelina Jolie.

Er sprach auch über Perioden schwerer seelischer Belastung. Pitt betonte, dass er nie suizidgefährdet gewesen sei. „Wie mein immer optimistischer Freund David Fincher sagen würde: ‚Du siehst das Glas als halb voll, aber es ist halbvoll mit Urin.‘ Ich war jedoch nie suizidal, außer für eine kurze Zeit.“
Er beschrieb eine Phase, in der er keinen Ausweg mehr sah: „Der Schmerz war so überwältigend. Ich konnte das kalte Metall der Kugel in meinem Kopf fühlen, und es fühlte sich nach Erleichterung an.“
Pitt erläuterte weiter: „Und dann dachte ich: ‘Jetzt verstehe ich es – ich verstehe den Suizid als Form der Erleichterung.’“ Zu jener Zeit habe er jedoch einen „unglaublichen Überlebenswillen“ gespürt.
Schmerz und Schönheit
Trotz der dunklen Zeiten ist sich Brad Pitt seiner Privilegien bewusst. „Hör zu: Es ist nicht einfach“, gestand er, „und du redest mit jemandem, der im Lotto gewonnen hat.“
Jetzt mit 62 Jahren und einer langen Karriere im Showgeschäft hat Pitt viele Höhen und Tiefen erlebt und viel über sich selbst gelernt: „Wenn du den Schmerz überwindest, hinterlässt er ein offenes Loch, aber auch eine tiefe Schönheit. Es ist eine schmerzhafte, aber dennoch eine Form von Schönheit.“
Rückblickend auf das letzte Jahrzehnt fühlt sich Pitt nostalgisch: „Ich möchte meine Fünfziger zurück“, gestand er. „Ich würde mehr unternehmen. Deine Fünfziger sind einfach – alles, was dir im Kopf herumschwirrt, solltest du direkt angehen.“
Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an nahestehende Personen wenden. Oft hilft bereits das Gespräch, diese Gedanken zumindest vorübergehend zu vertreiben. Weiterführende Hilfe oder Sorge um andere kann auch anonym durch die Telefonseelsorge unter der Nummer 0800/111 01 11 erfolgen, die schnell Hilfe leistet und Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken vermittelt.
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