Australische Aktien unverändert: Woodside stürzt ab, CEO wechselt zu BP

Dezember 27, 2025

Australian shares close flat, Woodside tumbles as CEO leaves for BP

Australische Aktienmärkte

Australische Aktien erholten sich von anfänglichen Verlusten und schlossen am Donnerstag nahezu unverändert, wobei Gewinne bei schwer gewichteten Bergbauunternehmen einen Rückgang bei dem führenden Öl- und Gasproduzenten Woodside Energy ausglichen, nachdem dessen CEO überraschend bekannt gab, zu BP zu wechseln.

Der S&P/ASX 200 Index sank zeitweise um 0,4%, beendete den Handelstag jedoch unverändert bei 8.588,20 Punkten nach einem dreitägigen Rückgang.

Dennoch war der Hauptindex auf dem Weg, die letzte vollständige Handelswoche des Jahres 2025 mit einem Rückgang von 1,3% abzuschließen, da anhaltend hohe Inflation und starkes Wirtschaftswachstum die Erwartungen weiterer Zinssenkungen zunichtemachten.

Die Märkte rechnen nun damit, dass der nächste Schritt der Zentralbank eine Zinserhöhung im nächsten Jahr sein wird, statt der früher erwarteten Senkung in der ersten Jahreshälfte.

„Es sieht definitiv nicht so aus, als ob wir eine ‘Weihnachtsrallye’ erleben werden“, erklärte Craig Sidney, leitender Anlageberater bei Shaw and Partners. „Die Handelsvolumen werden ab Montag erheblich nachlassen, so dass Bewegungen in jede Richtung verstärkt werden können.“

Bankaktien schlossen unverändert, wobei ein Anstieg von 0,7% bei der führenden Bank Commonwealth Bank of Australia die Verluste bei den übrigen „Big Four“-Banken ausglich. Energieaktien fielen auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Monaten, angeführt von einem Rückgang um 2,7% bei Woodside Energy.

Der Öl- und Gaskonzern Woodside verzeichnete seinen niedrigsten Schlusskurs seit Ende Oktober, nachdem die Geschäftsführerin Meg O’Neill das Unternehmen verlassen hatte, um BP Plc zu leiten. Unter O’Neills Führung fusionierte Woodside mit dem Erdölgeschäft von BHP und wurde so zu einem der zehn größten unabhängigen Öl- und Gasproduzenten der Welt mit einem Wert von 40 Milliarden Dollar und verdoppelte seine Öl- und Gasproduktion.

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Bergbauunternehmen profitierten von steigenden Eisenerzpreisen und verbuchten einen leichten Gewinn von 0,2%.

Da der Sektor typischerweise bei einem starken australischen Dollar überdurchschnittlich abschneidet, stehen ihm laut Sidney weitere Gewinne im nächsten Jahr bevor, da die erwarteten Zinserhöhungen den australischen Dollar aufwerten dürften.

Der neuseeländische Leitindex S&P/NZX 50 sank um 0,3% auf 13.256,77 Punkte, den niedrigsten Schlusskurs seit Ende September.

Neue Daten zeigten, dass die Wirtschaft des Landes im dritten Quartal wieder Wachstum verzeichnete, was frühe Anzeichen einer Verbesserung des wirtschaftlichen Schwungs bestätigte.

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