MUMBAI: Indische Rupie erfährt leichte Stärkung
In Mumbai hat die indische Rupie am Dienstag eine leichte Aufwertung erfahren, gestützt durch wahrscheinliche Portfolio-Zuflüsse und eine allgemeine Schwäche des US-Dollars. Die Nachfrage nach Dollar von lokalen Unternehmen bremste jedoch den Anstieg.
Zum Handelsschluss erreichte die indische Rupie einen Stand von 90,5775 gegenüber dem US-Dollar, was einem Tagesgewinn von 0,2% entspricht. Die Währung bewegte sich weiterhin in der Bandbreite von 90,04 bis 90,84, in der sie sich seit der Ankündigung des Handelsabkommens zwischen den USA und Indien vor einer Woche befunden hat.
Verkäufe von US-Dollars durch ausländische Banken, wahrscheinlich im Auftrag von Depotkunden, unterstützten den Anstieg der Rupie. Zudem zeigte sich eine generelle Tendenz, den Dollar-Rupie-Kurs am täglichen Referenzkurs zu verkaufen, so Händler.
„Es wird erwartet, dass der USD/INR kurzfristig in einer Bandbreite von 90,20 bis 90,80 verharren wird, aber über einen längeren Zeitraum sollte der Aufwärtstrend bestehen bleiben und möglicherweise nach März über 92 steigen“, erklärte ein Händler bei einer Bank in Mumbai.
Vor der Ankündigung des US-Handelsabkommens war die indische Rupie auf ein Rekordtief von nahezu 92 pro Dollar gefallen. Seitdem hat ein Anstieg der Zuflüsse ausländischer Portfolioinvestitionen Unterstützung geboten, obwohl Analysten weiterhin skeptisch bezüglich der Nachhaltigkeit dieser Zuflüsse sind.
Ausländische Investoren haben in diesem Monat bisher indische Aktien im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar netto gekauft, nach drei aufeinanderfolgenden Monaten mit Abflüssen.
Andere asiatische Währungen zeigten sich am Dienstag größtenteils stärker, während der Dollar-Index seinen Rückgang aus der vorherigen Sitzung fortsetzte und zuletzt um 0,1% auf 98,8 gefallen ist.
Das Augenmerk richtet sich nun auf die Berichte zu Arbeitsmarkt und Verbraucherpreisen in den USA, die später in dieser Woche nach einer leichten Verzögerung aufgrund eines dreitägigen Regierungsstillstands veröffentlicht werden sollen.
„Wenn die Nachfrage nach Arbeitskräften schwach bleibt, wird dies die Erwartungen aufrechterhalten, dass die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr weiter senken könnte“, so MUFG in einer Mitteilung.
Der Geldmarkt preist derzeit fast 60 Basispunkte an Zinssenkungen bis Ende 2026 ein.
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David Kern ist Wirtschaftsjournalist mit Fokus auf Start-ups und Innovationen. Er beleuchtet aufstrebende Unternehmen und technologische Fortschritte.