Aaron Sorkin zeigte sich überrascht, als Jesse Eisenberg ein Angebot ablehnte: Eisenberg hatte Gründe, nicht für „The Social Reckoning“ zurückzukehren.
Aaron Sorkin war sichtlich erstaunt, als Jesse Eisenberg ihn überraschte und absagte. Der Drehbuchautor und Oscar-Gewinner hatte sein Skript für „The Social Reckoning“ beinahe fertiggestellt, als er mit Eisenberg zusammentraf — eine Weigerung des Schauspielers hatte er nicht erwartet.
Über einen Zeitraum von drei Tagen bemühte sich Sorkin, Eisenberg umzustimmen. Der Darsteller hatte bereits in David Finchers „The Social Network“ (2010) die Rolle des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg übernommen; für das Sequel wird jedoch Jeremy Strong die Rolle übernehmen.
„Geld schreckt ihn eher ab“
Sorkin erzählte „Entertainment Weekly“, dass es ihm nie in den Sinn gekommen sei, dass Eisenberg ablehnen könnte. Er habe den Schauspieler getroffen, als das Drehbuch fast fertig war, und ihm gesagt, dass er ihm in einigen Wochen Material zusenden werde. Eisenberg habe daraufhin gelächelt und genickt — doch eine feste Zusage blieb aus, nachdem Sorkin das Skript geschickt hatte.

Dem Autor zufolge ist finanzielle Vergütung nicht die treibende Kraft für Eisenberg. Sorkin meinte, Geld wirke eher abschreckend auf ihn und nannte das Verhalten bewundernswert. Eisenberg sorge sich offenbar darum, seine Kinder nicht in einer Umgebung mit zu viel Geld aufzuziehen.
Unerwünschte Nähe zu Zuckerberg
Ein weiterer Beweggrund für Eisenbergs Absage, so Sorkin: Der Schauspieler möchte nicht länger so eng mit der Figur Mark Zuckerberg identifiziert werden. Er habe offenbar kein Interesse daran, weiterhin mit dieser Figur zu verschmelzen oder aufgrund äußerlicher Ähnlichkeiten mit Zuckerberg in Verbindung gebracht zu werden — eine Rolle, für die er wohl am bekanntesten ist.
Sorkin schilderte, dass seine dreitägigen Überzeugungsversuche erfolglos blieben. Er habe sich sogar gezielt vorbereitet und Argumente notiert, etwa: Man wisse bereits, dass er die Rolle brillant ausfüllen werde, weil er es schon einmal getan habe, oder Hinweise auf besonders starke Szenen, die ihm im Film zugedacht seien.
Alle Überredungsversuche blieben ohne Erfolg. Anstelle von Jesse Eisenberg wird Jeremy Strong in der Fortsetzung als Zuckerberg zu sehen sein. Der zweite Teil der Facebook-Geschichte startet am 8. Oktober in den deutschen Lichtspielhäusern. „The Social Reckoning“ thematisiert den Facebook-Leak von 2021, der offenbarte, wie das Unternehmen den eigenen Profit über die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer stellte.
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