Michael-Jackson-Film „Michael“: Tierschutz empört über Darstellung von Bubbles!

Michael Jacksons Bubbles, 1987

Im neuen Biopic wird der Schimpanse Bubbles mittels CGI zum Leben erweckt, doch es gibt Bedenken, dass dieser Film den Handel mit Wildtieren fördern könnte.

Am 23. April 2026 kommt der Film „Michael“ in die deutschen Kinos. Er beschäftigt sich mit dem Leben von Michael Jackson und wird von seinem Neffen Jaafar Jackson dargestellt. Allerdings zieht der Film auch Kritik auf sich, insbesondere wegen der Darstellung eines Schimpansen.

Bubbles und Michael Jackson

Der Schimpanse im Mittelpunkt der Kontroverse ist Bubbles, der zu Michael Jacksons Zeiten als dessen Haustier lebte und eine prominente Rolle in seinem Leben spielte. Bubbles war nicht nur ein Haustier; er trat auch in Talkshows auf und war somit medienbekannt. Ursprünglich stammt Bubbles aus einem Forschungslabor in Texas und hatte nie die Chance, in der Wildnis zu leben. Diese filmische Darstellung von Bubbles ist es, die nun zu kritischen Stimmen führt.

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Kritik von Tierschutzorganisationen

Die Kritik stammt von der Organisation Humane World for Animals. Sie argumentieren, dass der Film ein problematisches Bild vermittelt, indem er Bubbles als einen leicht handhabbaren und zahmen Begleiter darstellt, der in einer häuslichen Umgebung lebt. Das führe zu einer verzerrten Wahrnehmung und vermittele den Zuschauern eine falsche Realität. Die Organisation betont, dass die komplexen Bedürfnisse eines Schimpansen und die damit verbundene Grausamkeit, die mit der Haustierhaltung einhergeht, im Film ignoriert werden.

Obwohl Bubbles ausschließlich durch CGI dargestellt wird, halten die Tierschützer die Darstellung dennoch für problematisch, da sie den Glauben fördern könnte, dass solche Tiere problemlos als Haustiere gehalten werden können. Dies könnte laut Humane World for Animals den globalen Wildtierhandel und das damit verbundene Tierleid verstärken.

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Stellungnahme der Tierschutzorganisation

Kurz vor der Premiere von „Michael“ erklärte Audrey Delsink, Senior Director bei Humane World for Animals, in einer Pressemitteilung: „Romantisierende Darstellungen von Wildtieren als Begleiter in Filmen können die Nachfrage nach solchen Tieren als Haustiere steigern und mehr Tiere dem Risiko aussetzen, aus der Wildnis gefangen oder ein Leben lang in Privathaushalten zu leiden.“

Sie fügte hinzu: „Schimpansen wie Bubbles sind zudem extrem starke Tiere, die eine ernsthafte Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen können, wenn sie erwachsen sind. Wie alle Wildtiere, die in engem Kontakt mit Menschen leben, behielt Bubbles seine natürlichen Instinkte bei. Als er größer und schwieriger zu kontrollieren wurde, wurde er schließlich einem Tiertrainer in Kalifornien übergeben und 2005 in ein anerkanntes Schutzgebiet in Florida verlegt.“

Paul Hofrath schreibt für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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